21.01.2014

QuartiersNETZ erhält Förderzusage des BMBF

Mit dem Projektvorhaben "QuartiersNETZ" erhält die Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der FH Dortmund, dem Institut für Gerontologie der Universität Vechta, dem Caritasverband Gelsenkirchen, dem Forschungsinstitut Geragogik e.V. in Witten, dem Seniorennetz Gelsenkirchen e.V. sowie fünf IT-Unternehmenspartnern den Zuschlag für ein Förderprojekt der Bundesregierung zur Gestaltung des demografischen Wandels. 

Über einen Zeitraum von vier Jahren wird durch gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken sowie durch den Aufbau digitaler Netzwerke die Lebensqualität der Menschen im Wohnquartier bis ins hohe Alter verbessert.

Referenzgebiet für die Region „Ruhrgebiet“ und Antragsteller ist die Stadt Gelsenkirchen, die bereits im Jahre 2005 einen Seniorenmasterplan verabschiedet hat und damit eine Vorreiterrolle in der Seniorenpolitik einnimmt. Die Projektleitung übernimmt Frau Prof. Dr. Sabine Sachweh vom Fachbereich Informatik. Inhaltlich ist die Fachhochschule interdisziplinär vertreten. Die Kollegen Prof. Dr. Harald Rüßler und Prof. Dr. Dietmar Köster und ihre Teams aus dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften arbeiten in diesem Vorhaben eng zusammen mit dem Team aus dem Fachbereich Informatik.

Ein besonders Merkmal des "QuartiersNetz"-Projekts ist, dass ältere Menschen selbst aktiv mitwirken und ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller einfließen lassen. Im Rahmen des Projektvorhabens werden so Ältere zu (Ko-)Produzenten und gestalten als Expertinnen und Experten in eigener Sache das Umfeld für ein selbstbestimmtes, partizipatives Leben im Quartier. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und die Erprobung von Netzwerkstrukturen für zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsmodelle. Reale Quartiersnetze werden dabei durch die partizipative Entwicklung einer digitalen Quartiersplattform und technischer Innovationen gestützt.

Interessierte ältere Menschen sollen unter anderem als Techniklotsen qualifiziert werden, so dass sie anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ziel ist es, das soziale Umfeld der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner generationsübergreifend und mit regionalen Dienstleistern zu vernetzen, dafür moderne Interaktions-/Kommunikationsmedien und technische Assistenzsysteme zu nutzen und damit die Selbstbestimmung und Teilhabe älterer Menschen im Wohnquartier zu fördern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte im September 2012 diesen Wettbewerb ausgeschrieben. In einem mehrstufigen Verfahren wählte eine fachübergreifende Jury aus 78 Projektskizzen die 12 besten Ideen für Gesundheits- und Dienstleistungsregionen aus. Diese zwölf Regionen erhielten zunächst je 50.000 Euro, um ihre Konzepte detailliert auszuarbeiten, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und ihre regionalen Netzwerke weiter auszubauen. Aus diesen zwölf Konzepten wählte nun die Jury die fünf überzeugendsten Konzepte aus. Das BMBF stellt den Gewinnerregionen für vier Jahre insgesamt 20 Millionen Euro für die Umsetzung Ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Die Regionen garantieren zudem eine 25-prozentige Co-Finanzierung der Projekte aus Eigenmitteln.

Als weitere Modellregionen wurden folgende Projekte ausgewählt:

21.01.2014

QuartiersNETZ von der Idee zur Förderung - eine Kurzgeschichte 

21.01.2014 Entscheidung Stufe 2: QuartiersNETZ wird gefördert

Die interdisziplinäre Expertenjury wählt QuartiersNETZ als eines von fünf herausragenden regionalen Netzwerken aus, die präventive und soziale Konzepte für mehr Lebensqualität und Gesundheit entwickeln und erproben wollen. Hier geht es zur Pressemitteilung. Weitere Reaktionen sind unter Pressestimmen zu lesen.

08.10.2013 Projektvorstellung in Berlin

Ein Team aus fünf VertreterInnen des Projekts (Frank Baranowski, Prof. Dr. Uwe Fachinger, Dr. Wilfried Reckert, Prof. Dr. Harald Rüßler und Prof. Dr. Sabine Sachweh) stellt das Projektvorhaben der Gutachterjury in Berlin vor.

31.08.2013 Langantrag eingereicht

Am Ende der Konzeptentwicklungsphase wird der ausführliche Langantrag mit der Unterstützung von mittlerweile 29 regionalen Netzwerkpartnern beim Projektträger DLR in Bonn eingereicht.

01.06.2013-31.08.2013 Konzeptentwicklungsphase

Die zwölf in der ersten Phase ausgewählten Regionen erhalten zunächst je 50.000 Euro, um innerhalb von drei Monaten ihre Konzepte detailliert auszuarbeiten, Kontakte zu potentiellen Partnern zu knüpfen und ihre regionalen Netzwerke weiter auszubauen. Hierzu finden im Juni und Juli 2013 in Gelsenkirchen drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt. 

Entscheidung Stufe 1: QuartiersNETZ kommt unter die ersten Zwölf

In einem mehrstufigen Verfahren wählt eine fachübergreifende Jury auf der ersten Stufe aus 78 Projektskizzen QuartiersNETZ unter eine der 12 besten Ideen für Gesundheits- und Dienstleistungsregionen aus. 

15.01.2013 Kurzantrag eingereicht

Der Kreis der Netzwerkpartner hat sich erweitert und eine gemeinsame Vorhabenskizze eingereicht.

20.09.2012 Ausschreibung des BMBF-Wettbewerbs „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt den Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ (GeDiReMo) aus (hier geht es zur Ausschreibung). Netzwerkpartnerschaften zwischen der Fachhochschule Dortmund, der Stadt Gelsenkirchen und Dienstleistungspartnern werden erweitert und zusammengeführt und der Entschluss zu einer gemeinsamen Bewerbung gefasst.

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